A Long Expected Journey 14. Tag

Der Wecker bimmelt um 20 vor 7.00 h; alles ist noch ruhig nur die Scheidle’s wuseln herum. Ein grandioser Sonnenaufgang läutet diesen Morgen ein; wir haben die Küche noch für uns und Elke kümmert sich ums Frühstück, Andy baut das Zelt ab und macht zwischendurch ein paar Fotos. Wir frühstücken nochmal gemütlich und dann heißt es die letzten Sachen packen; wir sind unsicher, ob all unser Zeug im Boot Platz findet.

Während der Zeltplatz gerade mal so erwacht, starten wir um kurz vor 8.30 h die paar Meter um die Ecke zum Kajakvermieter und dort ist schon richtig was geboten. Wir bekommen auch gleich einen Guide und unser Kajak zugewiesen. Wir haben reichlich Stauraum, da wir ein spezielles Tourenkajak bekommen, das in Neuseeland entwickelt wurde mit 3 Staufächern; „the middle hatch“ hat wirklich Platz und wir könnten noch viel mehr unterbringen, außerdem liegt ein voll beladener Kajak weitaus besser im Wasser.

Und dann geht die Einweisung los; die dauert mit allem drum und dran um die zwei Stunden; vor allem die Tipps und Hinweise beim Kentern werden eingehend erläutert. Wir bekommen ein Ersatzpaddel mit, eine Wasserpumpe für den Fall der Fälle, wenn wir Wasser aufnehmen und eine Leuchtrakete für den absoluten Notfall.

Dann heißt es endlich aufladen auf den Trailer und wir werden „ausgesetzt“. Hier gibt es noch ein paar Hinweise zum Steuern des Bootes und dann werden wir, nachdem unser Guide sich überzeugt hat, dass wir das Boot paddeln können, in die Freiheit entlassen. Wir sind die einzigen aus der eingewiesenen Truppe, die zwei Nächte bleiben; die Wettervorhersage für Sonntag sagt nichts Gutes; ein Wirbelsturm zwischen Australien und NZ sorgt für heavy rain und rough conditions; aber mal sehen, was dann wirklich kommt.

Die Sonne scheint, wir haben blauen Himmel und Wolken – gerade richtig und nicht zu heiß. Für uns geht es erst mal noch ein Stück weiter südlich zum Split Apple Rock; einem kugelförmigen Felsen, der in der Mitte gebrochen ist und auseinanderklafft. Ein paar Bilder hier und dann Kurs Nord, zu Fisherman’s Island, wo wir dann auch gegen Mittag an Land geben und Mittag machen. Die Flut ist im Anmarsch und der kleine Sandstrand nur bei Ebbe begehbar; es bleibt uns also nicht viel Zeit. Wir fühlen uns ein wenig, wie die ersten Entdecker der Eilande; Urwald, fremde Vogelstimmen und eine paradisische Umgebung. Andy entdeckt noch einen kleinen, leider toten Frackträger …

Wir setzen wieder ein, klappt alles prima und es geht weiter zu Adele Island; hier hat es viele Kormorane (die stinken!), Möwen, Austernfischer und Seals. Unter anderem auch noch Jungtiere, die an Land liegen und lautstark auf Milchlieferung der Mama warten. In einer kleinen Bucht tümmeln sich 3 Jungtiere, die nach einiger Zeit zu uns ans Boot kommen und unter uns hindurchschwimmen, ein paar Kunststücke vollführen und munter Luftsprünge vollführen. 2 Kajaks sind bis auf Handnähe an den Tieren dran und als Andy sie darauf anspricht, sind die natürlich empört und äffen uns nach, als sie wieder abziehen.

Wir umrunden Adele Island und es geht noch ein Stück weiter Richtung Küstennähe, ehe die sog. „mad mile“ beginnt. Hier hat es ein vorgelagertes Riff und die Wellen brechen sich hier bei Flut; heute ist es aber auch da recht ruhig und wir kommen mit stetem Paddeln gut vorwärts.

Gegen 15.30 h erreichen wir unseren heutigen Lagerplatz Te Pukatea; wir sind die ersten hier und suchen uns auch gleich einen Zeltplatz direkt an der Waterfront mit Bank und Tisch. Der Platz wird sicherlich voll werden, da er auch nahe am Abel Tasman Coastal Track liegt und somit auch Wanderer kommen werden. Es hat Wasser hier, das allerdings 3 Min. gekocht oder gefiltert werden muss; wir laufen noch zum Aussichtspunkt beim Leuchtfeuer, von wo man aus einen Blick auf die Anchorage Bay hat und schließlich zum dortigen Campground, da das Wasser hier direkt genutzt werden kann.

Die Idee unseren 4 Liter Wasserkanister, den wir gleich zu Anfang gekauft haben mitzunehmen, ist hier was wert und wir füllen auf. Die Wanderung durch die urwüchsigen Farnwälder ist richtig toll und ein guter Ausgleich zum paddeln. Zurück am Campground sind hier etliche Mitzelter eingetroffen; wobei darunter nur 3 Kajaker sind. Jeder kümmert sich um das Einrichten der Hütte und schließlich ums Abendessen. Bei uns gibt es Mountainhouse mit Brot und hinterher noch was Süßes und einen Cappucchino.

Ein Paar hat Fische gefangen und als sie diese nochmal säubert, geht Elke hin und erkundigt sich nach dem Fang. Darunter ein sehr exotischer Fisch, dessen Namen ich mir nicht merken konnte ….. rot, mit scharzackiger Heckenfloss und die Seitenflossen lassen sich fächerartig aufklappen und haben ein Muster wie von einem Schmetterling; das andere waren Kauai’s, ähnlich unseren Makrelen. Das Paar ist auch zum schnorcheln hier, wie wir am nächsten Morgen sehen. Leider wird es mit Sonnenuntergang nichts und wir verzupfen uns dann gegen 21.00 h auch in unserem Zelt.

Gepaddelt: 18 km
Übernachtung Te Pukatea Campground: Abel Tasman 28 $, Plumpsklo

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