A Long Expected Journey 16. Tag

Bei Jason und Lisa ist gegen 8.00 h aktives Treiben zu hören, wir bleiben noch eine gute halbe Stunde im Zelt …. es ist zu eklig draußen um rauszukriechen und wir hoffen, der Regen lässt nach. Das tut er zwar dann auch immer wieder mal, aber nur um erneut loszulegen. Wir können uns von den zweien noch verabschieden, die brechen nun auf zu Tonga Island, um die Seals zu beobachten.

Ein Männlein steht im Regen.

Wir machen Frühstück beim Unterstand der Wasserstselle, hier haben wir wenigstens ein kleines Dach über dem Kopf und können im Stehen das Essen halbwegs trocken einnehmen. Dann heißt es zusammenpacken, wir sind eh schon komplett nass, als wir endlich alles verstaut haben und das Boot über die Sandbank mühevoll ins Wasser gehievt haben und ablegen, den es ist Ebbe.

Die Flut hat aber bereits wieder eingesetzt, wir haben Rückenwind und der Regen kommt somit von hinten. Die Wellen haben ganz schöne Schaumkronen; also alles nicht so spaßig aber wenn man in Bewegung bleibt, dann spürt man die Nässe gar nicht so schlimm. Es ist nicht kalt, weder die Luft, noch der Regen, noch das Meer, das ist schon mal ganz gut. Andy geht es heute besser, somit können wir volle Kraft paddeln und kämpfen uns wieder zurück oder voran. Das Navigieren ist nicht einfach, den die Wellen dürfen uns nicht von der Seite erwischen, sonst kentern wir, und so muss der Kurs mit Wind und Wellen abgestimmt werden, aber es geht und wir kommen ganz gut vorwärts.

Gegen 10.00 h sind wir von Mosquito Bay aufgebrochen und kommen nach der really mad mile wieder Richtung Adele Island und in ruhigeres Gewässer. Um 13.00 h erreichen wir dann Marahau und landen dort an, wo wir eingesetzt wurden … nur, es ist kein Mensch von Abel Tasman Kajaks weit und breit zu sehen. Wir ziehen das Boot ein Stück die Betonrampe hoch, Elke geht in ein Haus gegenüber, wo uns auch nicht wirklich geholfen wird. Der Wind kühlt nun mächtig aus, weil wir soaked wet sind, nässer geht’s nicht. Dann kommt ein Auto vom Watertaxi, der uns hilft, das Boot auf den Trailer des Busses von MSK zu laden und uns heißt, in den Bus zu steigen. Er fährt uns zum Vermieter.

Dort steht unser Auto einsam und verlassen auf dem großen Parkplatz; wir sind eine der wenigen, die heute wohl zurück kehren; alle gebuchten Tripps wurden wegen des Wetters abgesagt. Wir werden nett empfangen, dürfen auch gleich ein großes Handtuch nehmen und heiß duschen, das tut gut. In der Küche können wir uns mit Kaffee und Tee versorgen, auch unsere Sachen trocknen, falls wir wollen. Das tun wir dann auch gleich und gerne, bringt es doch wieder die Lebensgeister zurück. Unsere Hände sehen aus wie die von Wasserleichen, so aufgequollen sind diese.

Trockene Klamotten, Haare gefönt und eine heiße Tasse Tee/Kaffee und alles ist nur noch halb so schlimm. Andy fährt das Auto her und wir laden unser Gerümpel ein. Im Office kauft Elke noch als Andenken an diese Tour und die glückliche und wohlbehaltende Rückkehr zwei T-Shirts und Andy sucht noch nach einer Unterkunft für heute Nacht, da es hier ein WLAN gibt.

Als wir endlich loskommen, knurrt uns der Magen und es ist bereits 14.30 h als wir aufbrechen. Die Strecke nach Kaiteriteri ist kurvig und zieht sich ohne Ende, obwohl nur 6 km lang. In Motueka gibt es zwar etliche Cafés und Take aways, aber Vieles ist auch zu. Beim Asiaten ist weit und breit keiner zu sehen, im Pub wird lautstark St. Pats Day gefeiert und so zieht es uns noch in ein weiteres Café wo Andy die gewünschten Fish & Chips bekommt und Elke macht Brotzeit.

In Richmond gehen wir nochmal in den Pack´n´Safe und besorgen Rinderfilets und Beilage fürs Abendessen und dann sind wir auch ziemlich bald im eben gebuchten B&B in der Rutherford Street, Nelson. Erst öffnet uns keiner, eine Klingel hat hier so gut wie niemand, doch als wir nochmal an der Vordertür klopfen kommt dann wenig später Keith. Wir haben ein ganz tolles Appartment, alles neu, eine sehr schöne Küche mit allem was man braucht, ein großes Bad und wir können hier auch Wäsche waschen; selbst Waschpulver bekommen wird. Es gibt eine richtig moderne Waschmaschine von Bosch und einen Trockner, wir sind richtig happy. Erst mal alles wieder aus dem Auto ausladen, das Innenzelt hängen wir zum Trocknen im Bad auf; das Außenzelt zum Abtriefen nach Draußen, Wäsche waschen und dann gegen 20.00 h fein Rinderfiletsteaks mit Knoblauchbutter, Gemüse und geröstetem Roggenbrot und Weißwein verspeisen …… Wir sind noch bis 23.00 h mit der Wäsche und Fotos laden, Internet etc. (ist hier im Preis inbegriffen), ehe es in ein weiches, großes Bett geht. What a day!

Gepaddelt: 17 km
Gefahren: 71 km
Übernachtung: Fairview Stay B&B 98 $ – absolute Spitzenklasse!

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