A Long Expected Journey 20. Tag

Wir beginnen den Tag heute etwas später, haben wir ja nicht allzu großes Programm und leider müssen wir unsere Bleibe auch schon wieder räumen. Same procedure as every day, Andy bekommt noch Schonfrist, Elke wuselt schon mal in der Küche, räumt die Sachen die nicht mehr benötigt werden auch schon zusammen. Leider wurde gestern die Balkontüre nicht richtig geschlossen und es ist ganz schön kalt; egal – wir haben einen Gasofen mit dem Ambiente eines offenen Kamins und in Kürze ist der Raum angenehm warm. Wenig später kommt die Sonne raus und dann heizt die Glasfront eh auf …. Bis alles wieder im Auto verstaut ist, ist im Nu eine Stunde um.

Heute ist der Ruapehu wolkenfrei und die weiße Mütze von gestern ist auch weg …. so ein Wetter hätten wir gestern gebraucht. Wir machen noch einige Bilder entlang der Mainroute durch den Park, am Abzweig zum Tongariro Crossing Trailhead stehen jede Menge Autos am Straßenrand; also ist da heute auch wieder was geboten. Wir nehmen den Abzweig nach Turangi entlang an den Füßen der Vulkanriesen entlang und sehen schon von weitem, dass an der Ostflanke des Mt. Tongariro mehrfach große weiße Rauchwolken aufsteigen; der Zugang zur Ketitahi Hütte ist deshalb auch gesperrt und der Tongariro Crossing Track nicht möglich.

Nächster Stopp ist am Lake Taupo und dann im Ort selbst. Wir werfen Postkarten ein, schlendern ein wenig durch die Geschäfte und besorgen bei Pack´n´Safe noch was fürs Abendessen. Wir fahren zu den Huka-Falls; hier hat der Lake Taupo einen Ablauf; der Waitomo River ist der längste Fluss in Neuseeland und bei den Huka Falls quillt der Abfluss durch einen Felsspalt und sprudelt dort hellblau-türkis einige Meter hinab. Die Sonne scheint von einem azurblauen Himmel mit zahlreichen weißen Wolken; es ist heute ein richtig schöner Tag und die Sonne wärmt ordentlich.

Wenig später machen wir an einer Restarea Mittag und nehmen schließlich wieder Fahrt auf bis Matamata. Andy hält an der i-Site, die wie ein Hobbithaus gestaltet ist und erkundigt sich nach den Touren zum Movieset. Wir haben für heute gerade noch die Gelegenheit für die letzte Tour, die um 15.20 h hier startet. Dauer 3 Stunden, Preis 75 NZ$ nicht gerade wenig und obwohl wir gestern noch eher nicht dazu tendiert haben, kaufen wir nun doch noch Tickets. Elke hat gerade noch Zeit für einen Cafè bei Mc Donalds, Andy erkundigt sich derweil nach einem Campingplatz.

Pünktlich um 15.20 h rollt der Bus an, der uns die ca. 20 km zum Movieset bringt; wir werden dort an einem wenig ansprechenden Parkplatz mit einer Wellblechhütte, die ein Cafè beherbergt, einem Souvenirshop, wo sich Leuten in Massen drängen abgeladen. Wir zwängen uns in den Shop rein; das was uns interessiert sind die Fotos der Farmbesitzer, auf deren Grundstück das Movieset steht und ein Behälter mit frisch geschorener Schafswolle …. das einfach mal anfassen können, ist mehr als der Krims-Krams, der hier teuer käuflich erworben werden kann.

Wir werden in einen anderen Bus umgeladen und John, ein älterer Herr mit Wurzeln aus Nordirland, kutschiert uns zum Movieset und erzählt nebenbei ein paar Schwänke, die ich allerdings wegen offener Bustüre und dem Aufheulen des Busmotors kaum verstehe. Wir werden kurze Zeit später abgelagen und Sam (wie passend) ein junger Mann übernimmt die Führung. Wir bekommen erst noch ein paar Sicherheitshinweise und versichert, dass wir genügend Zeit für Fotos haben werden.

Dann geht es los und wir dürfen durch den Heimatort von Frodo, Bilbo, Sam und all den bekannten Figuren aus dem Auenland laufen. Die Häuschen sind so liebevoll bis ins Detail gestaltet, da wachsen bunte Blumen vor den Haustüren, überall sieht man Gerätschaften stehen – gerade so, als sei hier wirklich alles bewohnt.

Wir sind ganz hin und weg, von den Gärten, in denen Ost und Gemüse wachsen und das ist im Verhältnis, zu den kleinen Behausungen wirklich riesengroß. Wir bekommen nebenbei natürlich jede Menge Infos zu den Dreharbeiten, wie mit manchen Tricks gearbeitet wurde um die Größenverhältnisse auch stimmig hinzubekommen, mit welchen Hindernissen hier zum Teil gekämpft wurden bis es so aussah, wie es jetzt zu sehen ist und und und.

Wir schießen natürlich auch jede Menge Bilder. Nach gut einer Stunde gehen wir an der Mühle am Teich vorbei in den Grünen Drachen, wo es wahlweise Bier oder Cider gibt; ein Getränk ist im Preis inbegriffen. Auch der grüne Drache ist sehr detailgetreu und liebevoll gestaltet, alles etwas klein gehalten, im Kamin brennt ein richtiges Feuer und die Getränke gibt es aus Tonbechern.

Noch ein paar Fotos auf dem Weg zum Bus und die Zeit ist auch langsam um. Wir finden, es hat sich trotz nicht gerade billigem Eintritt gelohnt, dies alles einmal in Natura zu sehen, auch wenn manch Reiseführer etwas ganz anderes dazu aussagt.

Um 18.30 h sind wir wieder an der i-Site und nehmen noch die restlichen 6 km zum Campingplatz unter die Räder. Wir checken ein, richten auch gleich das Zelt auf und Elke geht auch gleich in die Küche und bereitet das Abendessen zu. Dank der Töpfe, die wir gleich zu Anfang der Reise gekauft haben (Andy hat diesen Kauf als eher „überflüssig“ bewertet) sind wir nun froh, diese zu haben, denn die Küche hier bietet keine Utensilien, auch ist sie mehr als schmuddelig. Der Kühlschrank ist verdreckt und auf dem Tisch hat jemand Saft verschüttet und auch nicht weggeputzt. Hier wohnen wohl auch etlich Schüler/innen, die mit mehreren Kleinbussen abgeladen werden und die Cabins bewohnen. Die Schüler entledigen sich ihrer Schuluniform und ziehen sich Badesachen an und gehen in das zugehörige Thermalfreibad. Für Camper ist dieses frei, ansonsten wird dafür Eintritt verlangt. Die Campingplaztküchen sind in NZ sehr unterschiedlich, mal wird Topf und Pfanne zur Verfügung gestellt, dann wieder nicht. Wasserkocher, Toaster, Herd, Mikrowelle und Kühl-/Gefrierschrank sind dagegen meist immer vorhanden. Es gibt Hühnchencurry mit Reis und wir essen noch draußen. Dann noch abspülen, Bericht tippen und Bilder sichten und schon wieder geht ein Tag zu Ende.

Gefahren: 231 km
Übernachtung: Opal Springs Campground, Matamata 32 $ inkl. Hot Pool Benutzung – nicht empfehlenswert

Weitere Bilder des Tages

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