A Long Expected Journey 22. Tag

Der heutige Tag beginnt mit einem tollen Sonnenaufgang. Als Elke kurz nach 7.00 h aus dem Zelt steigt und erst mal in den Waschraum möchte, ist die Sonne schon so langsam am aufwachen und da eben noch schnell den Foto geschnappt und die ersten Bilder geknipst. Alles ist noch ruhig auf dem Campground; der Morgen gehört MIR!

Dann aber in die Küche, der Waschraum hat auch nachher noch offen, und Frühstück gemacht. Andy kommt auch schon und wir sitzen wenig später bei dampfendem Kaffee im überdachten Freisitz bei der Küche. Die Sachen zum paddeln haben wir gestern schon hergerichtet, das Zelt kann stehen bleiben und so sind wir auch schnell abfahrbereit nach Paihia zum Kajakvermieter. Wir fahren einmal durch den Ort, der wider unserer Erwartung viele Geschäfte hat, es ist aber obowohl Wochenende nicht soviel los wie vermutet. Nochmal gedreht und beim Kajakvermieter, der den Trip zu den Inseln raus anbietet, gestoppt.

Tony ist sehr redselig, hat deutsche Wurzeln und kommt sehr emsig seinem Geschäft nach. Wir mieten ein Doppelkajak für 3 Tage. Der Plan sieht so aus, heute wird erst mal ein wenig die Bucht und Russell erkundet und morgen für 2 Tage raus nach Urupukapuka Island zum Freedom Camping. Das sind 17 km Paddelstrecke, wir trauen uns das zu, auch wird die See etwas rauher werden, wenn wir aus der geschützten Bucht raus kommen, aber das sollte nach der Tour im Abel Tasman alles kein Problem werden. Aber wir bekommen nur einen Vollplastikkajak, da es keinen leichteren zu mieten gibt. Wir berappen 240 $ für die 3 Tage – Tony hat ein wenig Nachlass gewährt – und bekommen noch Ausrüstung für heute, d.h. Schwimmweste, zwei wasserdichte Packsäcke, Paddel und einige Tipps.

Es ist bereits 10.30 h als wir nach Russell übersetzen; der Ort ist in Reichweite und nur 3,5 km entfernt. Dort ziehen wir das Boot an den Strand und spazieren durch den Ort. Allzu groß ist der nicht, man würde kaum glauben, dass Russeell der älteste Ort in Neuseeland überhaupt ist und die erste weiße Siedlung war; auch war dies mal die Hauptstadt. Es gibt ein Museum, das auch von außen zugängliche Exponate ausgestellt hat, einen kleinen Samstagsmarkt, wo Elke doch tatsächlich noch Knöpfe aus Paua-Perlmutt findet sowie zwei weitere Knäuel Merino-Possum-Wolle zu einem günstigen Preis. Es hat nur wenige Stände, aber alles nette Damen, die hier ihre selbstgemachten Dinge verkaufen.

Wir „browsen“ noch ein wenig durch div. Shops und machen dann beim Museum Picknick. Die Sonne brennt teilweise ganz schön stark vom Himmel, durch die vielen – auch dunklen regenschweren Wolken – ist dies aber stets nur ein kurzes Schauspiel; es regnet gottlob kaum, da es hier keine Berge gibt, an denen sich die Regenmassen entladen könnten. Wir paddeln die Buchten noch aus und fahren dann gegen 15.00 h wie empfohlen zum Mangrovenwald entlang des Haumi-River. Es ist dafür fast noch ein wenig zu früh, da die Flut erst einsetzt, aber wir kommen auch im seichten Wasser ziemlich weit bis schließlich ein Privatgrund die Weiterfahrt beendet. Überall knackt es von den Samenkapseln, die hier aufspringen und für neues Gewächs sorgen. Vögel sehen wir nicht zu viele; eine Schnabeltasse, wie Andy das Federvieh nennt (ähnlich einem kleinen Fischreiher mit grauem Gefieder) und ein paar Kormoranen. Krokodile liegen auch etliche im Wasser – bei Annäherung mit dem Boot entpuppt sich das als Treibholz.

Nach 16 h paddeln wir zurück zum Vermieter, denn der möchte so gegen 17 h seinen Laden dicht machen. Wir müssen ein wenig gegen die Strömung als wir wieder in der Bucht sind und dann klatscht mal eine Welle direkt ins Boot – Elke sitzt wieder mal nicht im Trockenen da Andy auch großzügig auf Spritzdecken verzichtet hat. Als wir beim Vermieter anlanden wollen passierts dann doch, dass Elke noch unfreiwillig baden geht; wir sind nicht weit genug auf den Strand gefahren und das Boot geht mit den Wellen nochmal zurück und Elke verliert dabei beim Aussteigen das Gleichgewicht. Tony ist schon zur Stelle und redet wieder wie ein Wasserfall, wie wir das morgen machen. Er gibt uns heute schon sämtliches Equipment mit, weil er morgen um 7.30 h noch nicht offen hat. Das Auto wird nochmal vollgepackt mit all der Ausrüstung und dann fahren wir zum Campingplatz.

Elke geht duschen und die nassen Sachen auswaschen, Andy richtet derweil schon mal etliches her. Dann ist Wechsel angesagt, wir sehen uns noch die Abendstimmung an und gehen dann kochen. Die Küche ist zwischenzeitlich wieder frei, der Großteil ist gefüttert. Heute gibt’s nochmal Steaks mit div. Gemüse und Brot; morgen ist wieder Tütenfutter angesagt. Wir sitzen noch ein wenig beim Bilder laden und tippen, als Schneewittchen am Nebentisch Brotzeit für die 7 Zwerge herrichtet; eine Packung Bagels und eine Riesenpackung Toastbrot werden mit Käse, Butter und Marmelade bestrichen und wieder eingepackt ….. Wir gehen noch Sterne gucken; das Kreuz des Südens haben wir dank einer App endlich ausmachen können und das wollen wir doch noch ein wenig betrachten.

Gefahren: 7 km
Gepaddelt: 19 km
Campingplatz: Seaside Holiday Park 34 $

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