A Long Expected Journey 23. Tag

Um 6.00 h klingelt uns der Wecker raus, es ist noch stockdunkel. Wir packen das Zelt zusammen, gehen frühstücken und als wir endlich aufbrechen ist es bereit 7.30 h; da wollten wir eigentlich schon auf dem Wasser sein. Wir holen das Boot, laden ein und wie erwartet, ist der Stauraum im Vergleich zu den Booten im Abel Tasman sehr begrenzt. Elke hat einen Sack im Fußraum und oben drauf gepackt. Bis alles verstaut ist, ist es 8.30 h und wir legen los.

Die Bucht zwischen Paihia und Russell ist noch recht ruhig, als wir dann die Bucht verlassen und auf die offene See fahren, haben wir den Wind frontal von vorne und die Wellen sind hoch. Wir haben wirklich Mühe, bis zur nächsten Insel zu gelangen und es fühlt sich an, als würden wir dieser überhaupt nicht näher kommen. Als wir endlich das Eiland Motuarohia erreichen und in Scotts Cove erst mal Pause machen. Für diese Strecke, es sind ca. 9 km – haben wir seit Ablegen 2 h gebraucht. Andy ist sich nicht sicher, ob wir das heute überhaupt noch schaffen und überlegt schon umzukehren. Wir ruhen uns etwas aus, trinken was und paddeln dann doch weiter; die nächste Insel Moturua ist nicht ganz so weit entfernt, die Wellen schlagen nach wie vor hoch und haben Schaumkronen und der Wind bläst munter weiter.

Hier legen wir an einem Sandstrand an und machen erst mal Mittag. Die Sonne scheint von einem azurblauen Himmel und wäre der Wind nicht, wäre alles perfekt. Wir lassen uns Zeit, sind wir doch schon ganz schön geschafft, aber die Aussicht, dass die letzte Etappe nicht mehr ganz so lang ist, lässt hoffen und nach einer guten halben Stunde wieder aufbrechen.

Wir müssen uns nochmal ins Zeug legen und dann heißt es Land in Sicht, Urupukapuka liegt vor uns und da ist auch schon ein Campingplatz in Sicht. Welcher es ist, lässt sich nicht ausmachen, Elke würde gerne am nächsten anlanden, Andy will noch weiter und als wir endlich in einer Bucht „ankern“, sind wir in der Bucht, in die wir eigentlich nicht wollten, aber hier ist es auch schön. Lediglich ein Zelt steht auf dem riesigen Campingareal, wir nehmen die gegenüberliegende Seite mit Tisch und Sitzbank und schlagen unser Lager hier auf.

Alles aus dem Boot räumen, die nassen Sachen trocknen auf der Wiese und Andy geht trotz leichter Übelkeit vom vielen Geschaukel schnorcheln. Das Wasser ist bacherlwarm. Elke kümmert sich noch ein ein wenig um den Zeltausbau und macht erst mal Pause. Es gibt Freiluftduschen und nachdem hier niemand in Reichweite ist, geht das auch so.

Nachdem wir noch einen kleinen Imbiss zu uns genommen haben, gehen wir noch ein wenig auf Erkundungstour. Es geht einen Hügel hinauf und da diese Insel vor 300 Jahren bereits von Maoris bewohnt war auch noch einige „Kultstätten“, die man hier besichtigen kann. Die Insel ist so groß, dass man 3 Tage bräuchte, um hier alles abzuwandern und die Buchten zu sehen. Wir sehen von oben das Café, an dem die vielen Ausflugsboote Halt machen. Es gibt hier natürlich auch Unterkünfte; und das nicht gerade wenig. Wir gehen noch zum höchsten Punkt der Insel hinauf, haben eine tolle Aussicht auf die umliegenden Inseln.

Zurück am Zelt machen wir unser feudales Mountainhouse Abendessen und genießen die Ruhe. Als die Sonne langsam untergeht, drängt Elke nochmal, den Hügel hinaufzusteigen um noch ein Foto zu bekommen. Erst sieht es gar nicht so aus, als würde das heute noch was werden und dann legt die Natur noch eins oben drauf …. Es ist ein richtig tolles Schauspiel, wie sich die Wolken verfärben und alles noch in Farbe getaucht wird. Naturfernsehen pur.

Wir gehen richtig happy zurück zu unserem Camp, sitzen noch ein wenig draußen bei hellem Mondlicht und die ersten Sterne kommen raus. Dann ist aber gut für heute; der Tag war wirklich anstrengend. Mal sehen, wie es morgen so wird.

Gepaddelt: 19 km
Übernachtung: DOC Campground Urupukapuka Bay auf selbiger Insel, 10 $ pP – Wasser, Freiluftduschen und Plumpsklo

Weitere Bilder des Tages

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