A Long Expected Journey 3. Tag

Die Nacht ist mehr als unruhig; es weht ein starker Wind und Andy steht mitten in der Nacht auf, um nochmal zusätzlich abzuspannen. Wir schlafen ziemlich schlecht und als Elke zum dritten Mal aufsteht, gibt es einen spektakulären Sternenhimmel zu bestaunen und die Milchstraße leuchtet direkt über uns.

Um 7.00 h kriechen wir aus den Schlafsäcken, bauen auch sofort das Zelt ab. Als Andy allein am Zelt ist und die Heringe herauszieht, erfasst eine Böe das Zelt und trägt es auch gleich davon und als er über das unwegsame Gelände hinterher sprintet, verdreht er sich den Fuß und fällt auf die Knie; gottlob nicht auf einen Stein, aber auch so ist das schmerzhaft genug. Als wir das Zelt verstaut haben fahren wir zur Shelter und machen Frühstück. Nachdem wir nicht bereits gestern Abend eine Kanne heißes Wasser vorbereitet haben, dauert alles doch ziemlich lange und eigentlich wollen wir ja los. Bis dann noch abgespült und aufgeräumt ist und wir den Hooker Valley Trail antreten ist es bereits 9.00 h.

Der Weg ist ohne nennenswerte Steigung, allerdings überwiegend so steinig, dass wir permanent aufpassen müssen, wo wir hintreten. Dabei sieht man eher wenig von der Umgebung …. Es geht über einige Hängebrücken und so langsam kommt auch die Sonne raus. Als wir nach 1,20 h den Hooker Lake erreichen, stehen wir nahezu am Fuße von Mt. Cook. Als wir nach kurzer Rast umkehren, haben wir ziemlich Gegenverkehr; gut dass wir doch relativ früh gestartet sind.

Gegen 11.30 h sind wir zurück am Auto; mittlerweile ist es gut warm und wir können erstmal die Hosen „offzippen“. Wir schauen kurz im Visitorcenter im Village vorbei, das Sir Edmund Hillary Visitorcenter lassen wir doch aus, da wir ja noch weiter wollen. Wir fahren noch hinter zum Mt. Tasman Glacier View und der Blick auf den Gletschersee mit den kleinen Eisbergen ist richtig toll. Wir teilen den Blick mit einer Schulklasse, die hier Mittag macht … also bleiben wir auch nicht allzu lange.

Als wir wieder zurück zum Auto gehen, vertritt sich Andy erneut und wir kommen gerade noch so zum Auto. Also nochmal Salbe drauf und wir fahren weiter; in Twizel machen wir wegen fehlendem Grill Mittag an einer Restarea, wo wir vermutlich vor 15 Jahren schon mal genächtig haben.Es ist bereits 15 h, als wir essen. Wir tanken hier noch, Elke bekommt noch einen Kaffee in der Tanke. Der ist zwar gut, aber nicht mehr als zwei Schluck. Wir spülen noch ab, entsorgen unseren Müll und holen nochmal einen Kaffee im Twizel Bakery Shop, wo wir von einem jungen Mann aus Karlsruhe bedient werden.

Wir wollen heute eigentlich hinter Lindis Pass auf einem Doc Campground übernachten, als wir dort jedoch bereits gegen 17.00 h eintreffen, finden wir den Abzweig erst beim zweiten Anlauf und sind uns gar nicht mehr sicher, ob wir hier bleiben wollen. Die Campsite ist bei der Ruine des ehemaligen Lindis Pass Hotel, allerdings gibt es hier auch keine Sitzmöglichkeiten und wir wollten heute eigentlich Grillen.

Es geht weiter nach Wanaka , wo wir auf einem Campground gehen wollen. Gerade noch vor Schalterschluss des Informationcenter bekommen wir die Auskunft, wo der Holiday Park liegt und wo wir hin müssen. Der liegt ca. 6 km außerhalb des Ortszentrums, wir checken ein, bauen das Zelt auf und gehen erst mal duschen. Nachdem die Küche ziemlich gut belagert ist, entscheiden wir uns dann doch noch trotz stark bewölktem Himmel und Wind für die Variante, am Lake Wanaka zu grillen. Dort gibt es einen mit Sitzgelegenheit und wir brutzeln unsere Steaks und haben dafür unsere Ruhe. Das Geschirr spülen wir am Campground und sitzen noch in der Küche, um ein Motel für Te Anau vorzubuchen und noch den Bericht reinzuklopfen. Nachdem sich ein Münchner mit zwei Belgiern lautstark unterhält und ziemlich viel Käse erzählt kombiniert mit Selbstdarstellungsreden, fällt es auch schwer, halbwegs vernünftig den Tag in Worte zu fassen.

Gelaufen: 10 km
Gefahren: 251 km
Übernachtung: Holiday Park Campground, 14 $ p. Person – Dusche 1 $ extra für 5 Min. – ansonsten o.k.

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