A Long Expected Journey 4. Tag

Die Nacht war angenehm – temperaturmäßig – und auch ruhig. Um 7.00 h stehen wir auf, gehen uns im noch menschenleeren Waschraum frisch machen und sind die ersten in der Küche. Wir frühstücken gemütlich, welch eine Ruhe …. und die, die nach und nach munter werden, sind alle mit sich selbst beschäftigt, bis auf einen, der seinen Hühnerprodukten ein heißes Bad gönnt …. Wir unterhalten uns ein paar Takte und dann geht es zum Zeltabbau, alles im Auto verstauen und wir fahren über Cardrona nach Queenstown.

Das alte Cardrona Hotel und die Telegraphenstation sowie ein Shop stammen aus der Goldgräberzeit und sind noch gut erhalten. Wir halten für ein Foto und einen Blick in den Shop und es geht zügig weiter über den Berg.

Das Wetter ist prima, der Wind hat gestern noch die Wolken abgeräumt und wir haben strahlenden Sonnenschein von einem azurblauen Himmel. Vor Queenstown wird der Verkehr dichter, hier hat sich mittlerweile eine richtig große Stadt mit etlichen Vororten und Stadtteilen entwickelt. Unsere Erinnerung von vor 15 Jahren ist mehr als verblasst …. wir müssen durch das Town Center zur Thompson Street, wo wir mit den Car-Relocatern Trackhopper Kiomi und Michael verabredet sind. Sie fahren unser Auto vom Routeburn-Trailhead an den Endpunkt nach Glenorchy, wo wir am Samstagvormittag ankommen werden. Das Haus ist schnell gefunden und Kiomi erwartet uns bereits. Während sie die Formalitäten noch vervollständigt und uns einiges dazu erklärt, tauschen wir uns ein wenig aus. Kiomi stammt aus Japan und ist sehr nett; irgendwann kommt auch Michael und wir haben auch zu ihm sofort einen guten Draht. Wir bekommen noch einige Tipps, für die bevorstehende Wanderung sowie eine aktuelle Wetterprognose und dann ziehen wir gegen High Noon weiter.

Wir gehen in Francton beim Flughafen noch ins Shopping Center, in der Bank tauschen wir alte und nicht mehr gültige Banknoten um, die Münzen nimmt man leider nicht mehr an. Im Warehouse finden wir noch ein Salatbesteck, sowie Beef Jerky und eine weitere Vorratsdose sowie Cola …. eine irre Mischung, so wie der gesamte Laden auch. Im Supermarkt stocken wir unsere Vorräte noch auf und dann geht es Richtung Te Anau erst mal am Lake Wakatipu entlang.

Nicht allzu lange, denn es gibt dort etliche schöne Restareas, direkt am See. Wir genießen bei herrlichem Wetter unsere Brotzeit. Die Strecke nach Te Anau zieht sich ganz schön und wir treffen dort gegen 16.00 h ein. Erster Stopp ist an der i-Site, wo wir uns kurzerhand für eine Milford-Sound-cruise für morgen anmelden. Als wir gerade bezahlen wollen, fegen 5 gelbe Flugzeuge der RNZAF in einer Formation über den Lake Te Anau. Da bleiben natürlich alle stehen und staunen und es ist wirklich eine tolle Show die da zum 75. Geburtstag der Air Force geboten wird.

Erst mal vergessen wir, dass wir zum DOC-Office müssen, um das Permit für den Routeburn-Track zu holen. Aber das hat gottlob auch noch Zeit; gute 40 Minuten später sind wir im Office und bekommen das notwendige Papier. Hier gibt es Bücher zu den Drehorten von Herr Der Ringe wo wir noch ein wenig stöbern. Viele Szenen sind durch reine Animation entstanden, die realen Landschaftsbilder waren für viele Szenen nur Ideengeber und es gab auch nur wenige Kulissen. Kann man sich bei so einem giganten Dreiteiler kaum vorstellen. Ein Grund mehr, zu Hause nochmal in aller Ruhe die Teile anzusehen und dann aufzupassen, ob man was erkennet und zuordnen kann.

Nun geht es zum Motel, das ganz in der Nähe liegt. Wir haben ein Zimmer mit Kitchenette, nicht gerade aktuell und neuwertig, aber funktionell, sauber und alles, was man braucht. Auch haben wir einen tollen Blick auf die Berge von unserem Zimmer aus und ein Stückchen vom See sehen wir auch. Wir räumen das Auto aus, machen Abendessen – heute gibt es Monkfisch, richtig lecker. Bis wir mit Abspülen und Körperpflege fertig sind, ist es bereits kurz vor 21.00 h. Wir fahren nochmal ins Zentrum, Andy will noch ein Eis, das er bei einem italiener bekommt. Schmeckt ganz gut, ist aber mit 4,50 $ in einem kleinen Becher nicht gerade billig. Wir bummeln noch die Ladenzeile entlang, die meisten Geschäfte haben eh schon geschlossen, bis auf einen Souvenirladen, in dem wir noch ein wenig stöbern. Dann geht’s zurück ins Motel und auch schon bald in die Koje.

Gefahren: 251km
Übernachtung: Fjordland Motel, Te Anau 115 NZ$

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