Am Ende der Regenzeit – 11. Tag

Zwischen 4 und 5 fängt es an zu regnen, es ist wohl deswegen auch draußen etwas Betrieb. Ich steige ebenfalls mal runter und räume das zusammen, was nicht nass werden sollte. Die alte Zeltplane werfe ich über Tisch und Stühle und verkrieche mich nochmal in den Schlafsack, allerdings nur für eine halbe Stunde.

Um 10 vor 5 stehen wir auf und machen unser schnelles Frühstück, bauen das Zelt ab und sind um 10 vor 6 das zweite Auto, das vor dem Tor wartet. Es hat in der Zeit nicht mehr geregnet und durch die Wolken gibt es einen fantastischen Sonnenaufgang, der sich auch sehr lange hinzieht. Leider gibt es bei Twee Rivieren keine besonders guten Stellen für Sonnenaufgangfotos, wir machen dennoch einige und sind von dem Himmelsspektakel sehr beeindruckt.


Tiere gibt es zwar auch immer wieder zu sehen, sobald wir im Rivier sind, allerdings halten wir eher für Landschaftsaufnahmen. Wir nehmen die Lower Dune Road nach Osten, die Landschaft ist dort zwar schön, aber Tiere gibt es hier so gut wie keine. Im Nossob Rivier, sehen wir dann wieder kleine Schakale und Adler, neben den allseits bekannten Oryx, Gnus und Springböcken.


Die Straße wird zur Sandpiste und im Schatten einer großer Wolke, nehmen wir unser zweites Frühtück ein. Danach machen wir noch kurz Pause im Auto bevor es weiter geht, aber die Müdigkeit übermannt uns beide und so bleiben wir an einem Wasserloch stehen und schlafen noch eine Stunde, bis die Sonne es zu warm im Auto werden läßt. Inzwischen sind einige Oryx an die Wasserstelle gekommen, trauen sich aber nicht ran.


Wir fahren den sandigen Weg weiter bis zum nächsten Rastplatz, um dort Mittag zu machen. Hinterher geht es über die Upper Dune Road wieder zurück nach Westen. Auch hier ist die Landschaft der Kalahari sehr schön. Im Tal sehen wir 2 Giraffen und fahren auf den Rastplatz und warten dort den Sonnenuntergang ab und bis es Zeit wird, dass wir rechtzeitig das Gate erreichen. Elke sucht noch das seit gestern vermisste Bundeswehrmesser, Andy schreibt schon mal den Bericht und lädt die ersten Bilder.


Auf der Rückfahrt zum Gate, gibt es zwar schon noch schöne und bunte Wolkengebilde, aber die Landschaft gibt hier so gar nichts her, echt schade. Im Shop kaufen wir noch Brot und Cola bevor wir auf unsere Site fahren. Der Campingplatz ist hier heute auch sehr leer, vielleicht sind die meisten Camper weiter nach Nossob gezogen, weshalb wir da keinen Platz mehr bekommen habe oder die Mitcamper von gestern waren wohl wirklich nur zum Wochenende hier. Wir stellen das Zelt auf, machen Feuer und Elke bereitet das Essen vor. So wie es aussieht könnte wieder ein Gewitter anmarschieren – hoffen wir mal nicht. Beim Essen spaziert ein kleiner schwarzer Skorpion an unseren Füßen vorbei, was uns doch etwas erschreckt, da ich die Abdeckplane fürs Zelt gerade unters Auto gelegt habe. Der Springbock schmeckt heute besser als gestern, allerdings facht der Wind heute auch die Glut heftig an und bläst sie dabei auch aus dem Braii. Das Wetter hält, obwohl es immer wieder mal Böen gibt.

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