Am Ende der Regenzeit – 20. Tag

Wieder um 5 Uhr raus, man ich bin doch noch müde. Wir frühstücken und sind beim Hellwerden am Wasserloch. Zebras kommen gerade, die Eule ist noch da, aber keine Löwen. Es tut sich auch nichts weiter und nach einer Dreiviertelstunde gehen wir zurück.


Unsere Nachbarn sind nun auch wach und wir unterhalten uns weiter. Nebenzu nehmen wir unser zweites Frühstück ein und es gibt immer wieder ein neues Gespräch und bevor wir uns endgültig verabschieden, tauschen wir noch Adressen aus.

Die Fahrt zum Anderson Gate bringt nichts an Tieren, aber kurz vor dem Tor ist das Wasserloch Ombika und dort hat es Zebras, Gnus und Kuhantilopen, sowie ein Warzenschwein. Na das ist doch was zum Abschied.



Unsere Zeit im Etosha hat „stark“ angefangen und zum Schluss etwas nachgelassen, trotzdem war es der Brüller, was Tiersichtungen betrifft. Gut gefallen hat uns Namutoni als Camp, Okaukuejo war ok und Halali nicht besonders. Das Wasserloch in Okaukuejo ist am Abend und Morgen stark, sowie einige Wasserlöcher im Süden und im Norden, die Mitte des Parks war zu dieser Zeit eher schwach. So mein Fazit, aber das kann sich ja immer wieder ändern.

Nach einer Stunde kommen wir nach Ojio, dort haben wir den Supermarkt angesteuert und Elke will ein paar Sachen holen. Gleich waren zwei Jungs da, die mir zunächst etwas Smalltalk über Deutschland vorgetragen haben, dann haben sie sich vorgestellt und nach meinem Namen gefragt, aber den Trick kenne ich und als ich ihnen begreiflich gemacht habe, dass ich meinen Namen nicht sage, haben sie gesagt, „oh you know it“ und sind weiter. Nach ein paar Minuten sind zwei Männer gekommen und haben wieder angefangen irgendwas zu erzählen, zunächst mit der gleichen Masche, aber dieses Mal habe ich gesagt ich sei nicht aus Deutschland, sie haben gerätselt und gerätselt und sind nicht drauf gekommen. Ich gebe mich als Österreicher aus. Ja was man nicht alles macht und auf einmal die südlichen Nachbarn als Heimat ausgibt. Die Österreicher werden es mir hoffentlich verzeihen, aber das hat auch hier geklappt, mit Austria können sie nichts anfangen und erzählen und es wird auch häufig mit Australia verwechselnt. So war das Gespräch schnell beendet und nun ging es wieder ans Geschäft, als ich meinen Namen auch diesmal nicht preis gab, haben sie es mit betteln versucht, auch ein paar Worte in Heiikom (mit Klicklauten) haben sie gesagt, aber wo soll man da anfangen mit Geben, es gibt so viele arme Menschen hier. Also sind sie auch weiter und Elke ist zum Glück gekommen.
Ein paar Kilometer weiter haben wir die Hauptstrasse verlassen und sind auf eine D Piste, die am Anfang etwas schräg bergab führte und viel losen Schotter hatte. Dort ist mir der Wagen fast außer Kontrolle geraten, ich konnte ihn aber wieder einfangen und wir sind lange im Tal des Ugab Rivers entlang gefahren.

Kurz vor der Fingerklip Lodge haben wir im Schatten eines großen Baumes Mittag gemacht und sind danach weiter zum Lodge Eingang. Eine Torwächterin hat uns geöffnet, für Tagesgäste kostet es 5$ pP zum Fingerklip Felsen zu gehen. Wir sind dort kurz hinaufgestiegen, haben ein paar Fotos gemacht und es ging auch kurz darauf weiter. Das Tal des Ugab Rivers ist landschaftlich sehr schön und gefällt uns.


Die Piste wird zusehends schlechter und führt immer wieder direkt an Farmen der Heiikom vorbei und die Lebensweise und Gebäude sind doch sehr primitiv. Einmal war an einer Farm das Tor zu und vier Kinder haben es belagert und für uns geöffnet. Sie verlangten nicht aktiv einen Zoll, haben es aber wohl erwartet. Elke hat ihnen Kaugummis gereicht, die sie etwas komisch angesehen haben, als ob sie sowas noch nie gesehen hätten, sie haben diese aber angenommen.


Es wurde dann so heiß, dass wir doch wieder mal die Klima an und die Fenster zugemacht haben. In Korixas sind wir nochmals zum Supermarkt, da das Gemüse in Ojio schon ziemlich verdorben war und Elke nichts gekauft hat. Hier ist vor dem Supermarkt starker Betrieb, viele sitzen auf den Stufen und stehen herum, aber ans Auto gekommen ist keiner, vielleicht weil da ein Schild stand „No Hawking“. Dann sind wir 115 km südlich, nach Uis gefahren. Die Landschaft hat sich von Buschland in hügeliges und bergiges Land mit roten Felsen verändert. Sehr schön; diese Art Landschaft gefällt uns am besten und weiter im Süden im Naukluft Gebirge sieht es ähnlich aus.


Nach 4 Uhr waren wir in Uis und waren schon gespannt wie der Ort aussieht. Der ist nicht groß und wir fahren erst mal daran vorbei, da die Beschilderung zum White Lady Campground etwas verwirrend ist. Wir kehren um, finden auch gleich hin und die Besitzerin empfängt uns freundlich. Wir sind die ersten Gäste und können uns einen Stellplatz aussuchen. Der Campground ist ein großer sandiger Platz, von Mauern umgeben und in der Mitte gibt es einen kleinen Pool. Es sieht alles sehr ordentlich aus und wir richten uns ein. Elke kommt mit einer Schüssel Wasser an, wischt das Auto von innen raus und befreit es von dem feinen Staub, der sich überall abgelegt hat. Es kommen noch zwei weitere Autos, aber es ist genug Platz. Das Feuermachen wird heute etwas kritisch, da das Holz zum Teil faul ist und esriesige Prügel sind, die sich nicht spalten lassen. Beim Versuch es klein zu machen bekommt der Betonuntergrund Risse und ich lasse es sein. Es gibt keinen guten Holzhackplatz hier, entweder Sand oder Beton, der nichts aushält.

Es hat dann doch noch geklappt mit dem Feuer, ohne das ich viel Arbeit bzw. Puste rein stecken musste. Die Steaks waren wieder hervorragend, heute gab es einen Salat dazu und natürlich ein Bier. Nach dem Essen hab ich mal die weiteren (letzten Tage) geplant und Elke hat sich einen frisch aufgebrühten Tee über die Hose geschüttet, was zum einen  weh tut und zum anderen ärgerlich ist. Sie ist sofort in die Dusche und hat die Hose raus gewaschen. Zum Glück gab es keine Verbrennung und es ist gut ausgegangen. Die Planung konnte ich dann soweit abschließen, dass wir morgen das Permit kaufen können und für die zweite Nacht wären wir noch flexibel. Allerdings weiß ich noch nicht, wo wir die letzte Nacht verbringen werden. In der Nähe von Windhuk wäre gut, dann ist die Anfahrt dahin nicht so zeitaufwendig, mal sehen. Heute schlafen wir mal verkehrt rum, wenn man das so sagen kann, denn das Auto steht ein klein wenig schräg und so liegen wir mit dem Kopf zum Eingang.

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