Am Ende der Regenzeit – 24. Tag

Die Nacht war angenehm, was Temperaturen und Ruhe angeht. Um kurz vor Sonnenaufgang weckt mich Elke und wir stehen auf und machen gleich ein paar Fotos. Wir frühstücken, während die Sonne die Spitzkoppe langsam erleuchtet.


Nachdem alles wieder eingeräumt ist, pumpe ich nochmal den Reifen auf und wir machen uns auf zum Eingang. Dort bezahlen wir den Zutritt zu Bushmann Camp und fahren ganz hinter zum Parkplatz.

Nun heißt es einen steilen Fels hoch zu steigen, es ist eine Kette angebracht, die wir aber nicht benötigen. Oben angekommen hat man einen prima Ausblick und wir sehen noch weiter oben Bergziegen.


Eine Familie ist auch schon da und verschanuft erst mal während wir weiter gehen. Wir trennen uns dann, da ich voraus gehe und über die Kuppe einen Alkoven entdecke, den ich ansteure. Elke geht nach der Kuppe links und sieht ebenfalls einen Alkoven. Hier gibt es Felszeichnungen unter einem Felsüberhang, wir haben jedoch keine Beschreibung und müssen uns selbst auf die Suche begeben.

Ich klettere über eine steile Stelle und befinde mich in einem Slot Canyon den ich in einen Fuß am linken und einen am rechten Fels nach unten Steige, dabei gilt es zwei Waterholes zu überwinden. Die Felsen sind etwas rauh, was einen guten Grip mit den Schuhen gibt, aber mit den Händen muss man doch aufpassen.

Ich erkunde den hinteren Bereich, der ein Paradies ist und finde einen Köcherbaum, sowie viele Bäume mit roten Blüten. Irgendwann mache ich mich dann wieder auf nach vorne und steige zum anderen Alkoven empor.

Dort ist Elke und die andere Familie. Es gibt hier einige Rock Paintings aus alter Zeit in rot und weiß auf den Fels gezeichnet. Manche kann man gut erkennen, manche weniger und einige wurden wohl schon abgeschlagen und mitgenommen. Das Familienoberhaupt besprüht ein paar Paintings mit Wassernebel, damit man diese erkennen kann, aber ob das gut ist, glaube ich nicht.


Zum Abschluss machen wir noch ein paar Fotos vor einem Balanced Rock und steigen weider ab. Zum Glück waren wir schon am frühen Morgen hier. Es ist schon jetzt sehr warm und wir schwitzen, ein gekühltes Wasser und Cola sind ja schon in Reichweite.


Am Eingang angekommen suchen wir Kleidungsstücke, die noch in tadellosem Zustand sind, wir diese aber hier lassen wollen und übrige Lebensmittel heraus und geben sie der Frau an der Rezeption, die sie dankbar annimmt. Dann fahren wir unsere letzte Gravelroad, wieder vor zur B2. Nach Karibib ist eine Polizeikontrolle und da ich fahre, hoffe ich auf keine Schwierigkeiten, aber der Polizist will zum Glück meinen Führerschein nicht sehen und fragt nur wo wir hinwollen, dann dürfen wir weiter. Ungefähr 40 km vor Okahandija halten wir an einer Rest Area und machen Mittag. Ab hier fährt Elke weiter, da es ja um Windhuk feste Polizeikontrollen gibt und wir jetzt keine Probleme bekommen wollen.

An den beiden Polizeikontrollen werden wir durchgewunken. Auf Höhe der Stadtmitte von Windhuk stehen zwei Fahrzeuge am Rand und gerade als wir vorbeifahren, springt ein schwarzer Junge mit einer Tasche in der Hand vor uns über die Strasse. Ein weißer Mann folgt ihm und uns ist natürlich sofort klar, was da gerade passiert ist. Aus irgendeinem Grund musste der Mann halten und der Junge ist dazu gekommen, hat eine Türe aufgerissen und das nächstliegende Gepäckstück geschnappt. Deshalb haben wir auch unsere Taschen am Rücksitz mit einem Kabelschloss gesichert und das ist der Vorteil wenn man keine Zentralverriegelung hat, die hinteren Türen sind zu. Die Situation hat uns beiden einen kleinen Schock versetzt, beinahe hätten wir ja jemanden Überfahren.

Wir fahren wieder aus Windhuk hinaus und den Pass hoch in Richtung Süden, dort befindet sich das Monteiro Mountain Camp, wo wir die letzte Nacht verbringen wollen. Von der Rezeption geht ein Junge voraus und zeigt uns unsere Campsite. Der Platz ist zwar in Nähe der Hauptstrasse, aber heute ist nicht viel Verkehr und der Platz ist sehr schön angelegt, mit vielen Pflanzen und auch Schatten. Wir machen erst mal Pause, bevor es daran geht, das Auto komplett auszuräumen und schon die Dinge in die Taschen zu packen, die wir nicht mehr brauchen. Das ist eine unliebsame Arbeit, die aber gemacht werden muss. Wir brauchen aber noch etliches Zeug heute Abend und morgen Früh, so dass wir das Packen erst morgen abschliessen können. Strom hat es hier auch und so kommt unser Wasserkocher nochmal zum Einsatz und die Akkus können geladen werden. Als wir das Packbare verstaut haben und der Tisch wieder frei ist, kann ich das Notebook anwerfen und ein Radler zum Tippen trinken, während Elke schon mal die Duschen aufsucht.

Dann wird natürlich wieder ein Feuer entzündet und das letzt Steak gegrillt. Das war nochmal ganz lecker und als Abschluss wird der letzte Tropfen aus der Whiskeyflasche geholt und wir genießen noch ein letztes Mal den grandiosen Sternenhimmel.

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