Am Ende der Regenzeit – 6. Tag

Wieder um 4 Uhr klingelt die Uhr, es ist dunkel und gleiche Prozedur wie gestern. Wir verlassen um kurz vor 5 Uhr den Campingplatz, dieses Mal ohne was zurückzulassen. The Race is on the Run, 69 km zum Sossusvlei. Wie überholen wieder etliche Fahrzeuge und sind rechtzeitig vor Sonnenaufgang am Sossusvlei Parkplatz und packen unsere vorbereitete Ausrüstung und ziehen los in Richtung Düne. Im Vlei selber steht Wasser, was schon unglaublich ist.

Gar nicht so weit weg vom Fuß der Düne steht eine Gruppe und wartet dort auf den Sonnenaufgang. Als wir bei denen sind, werden wir gefragt, ob wir kurz warten können, damit sie ein Bild von der Windkante machen können. Na klar können wir warten, als die aber gar kein Bild machen werden wir und ein anderes deutsches Paar etwas ungehalten, denn wir wollen da jetzt hoch. Die Gruppe möchte ein Bild von der Kante bei Sonnenaufgang machen, das dauert aber noch und ich möchte den Sonnenaufgang gerne von oben sehen, also sage ich sie können jetzt ein Bild machen oder eben nicht. Also laufe ich weiter, denn ich bin nicht umsonst um 4 Uhr aufgestanden um hinter einer Gruppe Deutscher zu warten, die vor einem Motiv stehen, das für mich keines ist. Die Kante hat übrigens keine schöne natürliche Linie, da noch die Fußstapfen von gestern zu sehen sind.


Der Aufstieg ist anstrengend und meine Kehle ist nach ein paar Atemzügen ausgetrocknet, das Wasser, das sich im Rucksack befindet bleibt aber aus Zeitgründen ertst mal dort. Wir haben es nun endlich geschafft und sind ganz oben, die Aussicht ist schon grandios, aber die Fotomotive sind im Deadvlei schöner. Wir fotografen natürlich und steigen dann langsam wieder ab.



Am Auto zurück leeren wir erstmal unsere Schuhe und fahren dann zum Deadvlei Parkplatz. Auf der Düne eben konnte man ein großes Vlei neben dem Deadvlei sehen und da wollen wir nun hin. Die Ebene ist ebenfalls mit Wasser gefüllt und da der Wind uns entgegen bläst sieht es aus als würde eine Flut auf uns zu laufen.

Wir gehen am Ufer entlang bis hinter. Dort sind Fußspuren auf eine Düne die nicht sehr hoch ist. Dort oben angekommen, treffen wir auf eine französische Familie und wir machen gegenseitig Fotos von uns. Der Blick auf die andere Seite gibt eine ganz kleines Vlei frei, also muss das Dead Flei hinter der noch viel höheren Düne liegen.


Wir entschließen uns dort hinauf zu steigen, was bei der Steigung, der Länge, der Sonne und dem Wind nicht einfach ist. Aber nach etlichen Pausen haben wir die noch unbetapste Düne erklommen und haben einen schönen Blick ins Deadvlei. Dort tummeln sich einige Leute heute und wir gehen langsam  am Dünenkamm weiter und diesen dann auch schließlich hinab ins Tal. Wieder müssen die Schuhe und Socken vom Sand befreit werden und am Auto gibt es erst mal ein kühles Sprite.

Die Rückfahrt nach Sesriem ist dann ohne Zwischenhalt. Am Parkeing gehen wir wieder in die Toiletten und waschen Hände, Gesicht und Brille vom Sand. Dann genehmigen wir uns eine Cola und Kaffee. An der Tanke außerhalb tanken wir mal voll und holen uns dort noch mal eine Cola und essen einen Apfel und Chips dazu. Nachdem die Karte und das nächste Ziel einstudiert sind, verlassen wir Sesriem in Richtung Süden.

Die Strecke zieht sich und wir werden müde. Bäume gibt es hier nur selten und so nutzen wir einen für eine halbe Stunde Schlaf im Schatten. Dann fahren wir noch eine halbe Stunde und legen wiederum im Schatten eines Baumes unser Mittagspause ein. Es gibt wieder einen leckeren Salat mit Feta, der allerdings gar nicht nach Feta schmeckt. Wenn wunderts, wenn der Käse aus Kuhmilch gemacht wurde. Die weitere Strecke zieht sich wieder und die Landschaft durch die wir fahren ist abwechslungsreich mit grünen Wiesen und bunten Bergen, schon sehr fotogen. Ab und zu fahren wir an einer Farm vorbei, Verkehr ist kaum.


Nach 4 Uhr erreichen wir endlich die Zufahrt zur Koiimasis Farm, bis zum Ziel sind es aber noch gute 20 km die es auf einem schmalen Weg bergauf in die Tirasberge geht. Es müssen auch etliche Farmtore geöffnet und wieder geschlossen werden, bis wir die Farm erreichen.

Wir werden freundlich begrüßt und kaufen noch Oryx Steak aus eigener Schlachtung und fahren dann zu unserer Campsite. Diese ist wieder mit viel Liebe zum Detail angelegt und befindet sich mitten in einem Felsental. Die Sonne ist zwar hier schon hinter dem Berg, aber wir richten uns langsam unter den Blicken einiger Klippschliefer unser Lager ein, entzünden ein Feuer und gehen erst mal duschen.


Dann gibt es einen schönen Sonnenuntergang mit gefärbten Wolken zu bestaunen und wir grillen leckere Oryx Steaks, dazu macht Elke wieder einen tollen Salat. Nach dem Essen werden die Bilder geladen und Bericht geschrieben. Morgen soll es nicht ganz so früh wie die letzten Tage raus gehen, aber es gibt ein Programm, das noch nicht in Gänze geplant werden kann, genauso wie die nächste Übernachtung. Zum Schluss des Tages gibt es natürlich wieder einen Dalmore, Gute Nacht.

Weitere Bilder des Tages

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