Am Ende der Regenzeit – 8. Tag

Die Nacht auf Shark Island war doch recht unruhig. Zum einen hörte man ständig Motorenlärm aus dem Hafenbereich, zum anderen gab es immer wieder Windböen, die am Zelt rüttelten. Dazu war es am Anfang etwas kühl und später musste man dann aus dem Schlafsack wieder raus, da es zu warm war. Um halb zwölf ist Andy nochmal raus, da der Wind so stark war, dass er wohl alles was noch draußen stand, mitgenommen hätte. Es blitzte auch ständig um uns herum, aber geregnet hat es nicht.

Das ist typisch Afrika. Der Chef sagt, „füll mal die Urinsteine nach“ und prompt ist das Urinal auch randvoll damit. 🙂

Aufstehen ist heute erst um halb acht, die Sonne steht schon am Himmel und es sieht ganz ordentlich aus, kein Nebel. Wir frühstücken gemütlich in der Sonne am Meer und räumen dann zusammen. Der hintere linke Reifen hat etwas wenig Luft, das werden wir später mal checken. Wir sehen uns noch auf dem Weg das Lüderitz Denkmal an, ist aber nicht so berauschend.

Wir fahren hoch zur Felsenkirche, leider zu. Von den Straßen und Häusern machen wir noch ein paar Fotos und lassen an der Shell den Reifendruck checken. Im OK Supermarkt kauft Elke noch ein paar Kleinigkeiten ein und wir laufen die Bismarkstraße mal hoch bis zum ehemaligen Bahnhof und wieder zum Auto zurück. Das war es dann auch schon mit Lüderitz.




Auf dem Rückweg durch die Namib Wüste haben wir bei Garub gehalten, hier gibt es wilde Pferde und tatsächlich haben wir sie gesehen.

Ein gutes Stück hinter Aus haben wir an einer Rest Area Mittag gemacht. Kure Zeit später kamen drei Autos von Hester mit Rentnerpaaren und wir haben uns ein wenig über unsere Reiseverläufe unterhalten.

Die Strecke zieht sich, da die Landschaft auch sehr eintönig ist. Auch ist es ständig bewölkt und es sieht nach Regen aus, es gab auch mal ein paar wenige Tropfen. Vor Keetmanshoop könnte man meinen man fährt durch die Wüste Colorados oder Utah. Gelbes Gras, ab und zu mal ein grüner Busch und Bergzüge am Horizont und links neben der Strasse der Six Shooter Peak.

Keetmanshoop ist eine größere Stadt. Wir haben gleich am Ortsanfang an einem Supermarkt gehalten und Elke ist rein, nach Tomaten schauen. Mich hat ein Einheimischer angesprochen und wollte Geld, da er ausgeraubt worden sei und hier auch fremd.

Bis zum Köcherbaumwald, unser Tagesziel, ist es nicht mehr weit und an der Farm werden gleich die Geparden gefüttert. Das wollen wir uns nicht entgehen lassen und suchen uns schnell einen Stellplatz. Beim Haupthaus im Gehege sind 4 Geparden zu sehen, die einen schon mal durch den Zaun anfauchen. Als alle ein gutes Stück Zebrafleisch bekommen haben, darf man auch ins Gehege gehen. Von den übrigen Gästen trauen nur wir uns das zu und man darf die Tiere auch am Kopf streicheln. Jetzt sind sie total aufs Fressen fixiert und es interesiert die Tiere nicht, dass Menschen im Gehege sind. Als das Fleisch verputzt ist, mache ich mir dann zwar etwas Sorgen, dass sie noch mehr wollen, aber nachdem die Besitzerin keine Anstalten macht zu gehen, sind auch wir noch geblieben, eher eregte ein kleiner Hund die Begierde eines Geparden als wir.



Nachdem die Fütterung – für uns ein wirklich tolles Erlebnis und hier kostenlos – vorbei ist, gehen wir bei bereits schwindendem Tageslicht in den Köcherbaumwald. Da es immer noch stark bewölkt ist, haben wir nicht mit guten Fotos gerechnet, aber es hat zum Sonnenuntergang noch mal etwas aufgerissen und einen kleinen Regenbogen gibt es auch. Die Landschaft mit den markanten Agavenbäumen und den roten Felsen ist schon was Besonderes und sehr fotogen. Wir fotografieren jede Menge und bleiben bis Sonnenuntergang.





Hinterher geht es an den Zeltaufbau, Feuer machen, was heute etwas schwierig war, da ich zu wenig Kleinholz gemacht habe und dann geht das Feuer auch schnell wieder aus. Letztendlich gibt es aber doch noch eine gute Glut und Elke hat Kartoffeln gekocht und wieder eine leckere Gemüsepfanne zubereitet. Gegrillt wird heute nochmal Rinderfilet, das wieder ein Gaumenschmaus ist. Es blitzt ständig um uns herum, dennoch sind etliche Sterne zu sehen und ab und zu kommt auch wieder Wind auf. Wir haben das naheliegende Waschhaus ganz für uns allein, duschen noch gemütlich und zum Abschluss des Tages gibt es wie immer einen guten Schluck vom 15 jährigen Scotch.

Weitere Bilder des Tages

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