Eine Winterreise 3. Tag

Natürlich schlafen wir heute etwas länger. Es ist schon hell als Elke aufsteht und die ersten Sonnenstrahlen mit dem Foto einfängt. Es hat rings um uns herum eine schöne Winterlandschaft.

Wir frühstücken und machen uns auch bald auf den Weg, denn diesen schönen Tag wollen wir nutzen und in Richtung Vik fahren.

Die Straßen sind verschneit und eisig, aber mit den guten Reifen mit Spikes und 4-Rad-Antrieb kein Problem. Die Sonne wechselt sich mit Schnee und Graupel ab.

Der erste Halt ist in Hella, wir haben vergessen Brot für das Mittagsessen mitzunehmen und kaufen dort noch ein paar Semmeln. Dann geht’s weiter zum Seljanlandsfoss, es ist erstaunlich viel los; als wir das letzte mal im Juni hier waren, war der Parkplatz ähnlich gefüllt. Schon erstaunlich, dass jetzt so viele Touris hier sind. Wir ziehen unsere Regenklamotten an, denn wir wissen ja was uns erwartet. Der Weg hinter den Wasserfall ist sehr nass, was für die Kameras nicht so gut ist.

Seljalandsfoss from Andy on Vimeo.

Ein paar Kilometer weiter fahren wir an einer unbeschilderten Abfahrt von der Ringstrasse ab und auf einen Feldweg, der verliert sich aber bald und es sind viele Reifenspuren zu sehen. Wir fahren nach GPS über den Solheimasandur zum Meer. Zielsicher treffen wir auf das Wrack einer DC3 die hier mal notlanden musste und jetzt ein vielfotografieres Motiv ist.

Es stehen schon 3 Autos hier und ein Fotograf hat sein Zeitrafferequipment aufgebaut. Da es auf Mittag zugeht, essen wir auch gleich hier. Danach gehen auch wir auf Fototour zum Wrack und später noch vor an die Küste.

Dort hat sich ein Touri im weichen Sand bis fast an den Unterboden fest gefahren und wartet darauf, dass ihn jemand dort rausholt. Die Brandung und der Wind sind hier extrem, aber bei Sonnenschein kann man es ganz gut aushalten.

Zurück auf der Ringstrasse geht es auf der anderen Seite 4 km zum Solheimajökull, einem kleinem Gletschersee, der zugefroren ist. Man kann hier auch in einer geführten Tour auf den Gletscher aufsteigen, wir gehen soweit es möglich ist alleine und genießen etwas abseits der Massen dieses Naturschauspiel.

Das nächste Ziel ist Dyrhoaley, ein markanter Felsen bzw. eine Insel vor der Küste. Der Felsen ist mit einem künstlichem Damm mit dem Festland verbunden. Die Strasse ist jedoch ein gutes Stück unter Wasser, aber man trotzdem vorsichtig durch fahren.

Auf dem Felsen hat man einen schönen Blick in die Bucht bis Vik und die Felsnadeln Reynisdrangar. Die Brandung ist hier der Wahnsinn. Die Wellen sind um einiges höher als das was wir im Herbst bei Sturm an der Küsten von Oregon gesehen haben.

Dyrholey Brandung from Andy on Vimeo.

Dyrholey Brandung from Andy on Vimeo.

Auf dem Heimweg machen wir noch in Skogar Halt. Jetzt am späten Nachmittag leuchtet die Sonne direkt ins Tal mit dem Skogarfoss und es gibt einen schönen Regenbogen vor dem Wasserfall. Ach so, das Wetter ist heute typisch isländisch: abwechselnd sonnig, aber wie auf Knopfdruck dann Schnee und Graupel-Schauer – man weiß nie wirklich, was einen erwartet.

Von hier aus fahren wir dann auch direkt zurück, an der Kreuzung der Ringstraße mit der 26 tanken wir voll. Hier hat es heute kaum getaut und die Landschaft und Straßen sind noch schneebedeckt.

Heute gibt es Spaghetti mit Hackfleischsauce. Die Sauce hat Elke gestern schon vorgekocht und die Spaghetti und der Salat sind bald fertig. Wir sehen die Bilder des Tages an, schreiben ein paar Mails und den Tagesbericht bei einem Scotch mit „Hraun“. Leider hat es sich wieder komplett zu gezogen, so dass wohl diese Nacht nicht mit Polarlichtern zu rechnen ist.

Weitere Bilder des Tages

Ein Kommentar:

  1. einfach geniale Fotos

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