Eine Winterreise 5. Tag

So war es dann auch und es hat wieder zu regnen und stürmen begonnen. Nach dem Frühstück packen wir unsere Sachen und machen das Häuschen sauber. Leider treffen wir Maja zum Verabschieden nicht mehr an, aber Skinna kommt über die Wiese angelaufen.

In Sellfoss stocken wir im Kronan für die nächsten Tage den Vorrat auf und fahren nach Reykjavik. Wir wollen noch ein wenig bummeln, wobei sich das auf Island nur begrenzt anbietet, weil die Preise hier einfach horrend sind. Von 66° North und Icelandwear liegt ein Outlet auf unserer Strecke und wenn man Glück hat, findet man dort etwas zu akzeptablem Preis. So ist es dann auch, bei Icewear gibt es für Andy eine moosgrüne Strickjacke und Elke wird bei 66° North fündig. An einer Fiskbud holen wir noch Frischfisch für heute Abend und machen auf dem Parkplatz auch gleich Mittag. Durch den Tunnel unter dem Hvalfördur sind wir bald in Borgarnes, dort machen wir noch ne Kaffeepause und holen im Bonus noch 2 Gurken. Wenn man sich in Island einen Filterkaffee Kaffee bestellt, dann ist der immer mit free refill und da die Isländer absolute Kaffeetrinker sind, bekommt man immer gute Qualität.

Tanken ist in Island auch etwas anders als gewohnt, denn man muss vorher angeben, für wieviel man Tanken möchte. Man kann an der Zapfsäule mit Karte bezahlen, muss aber einen gewünschten Betrag vorwählen. Meine Karte geht wohl nicht, oder ich habe die falsche PIN, denn beim letzten Mal hat es damit schon nicht geklappt. Ist eine Schalter da, muss man vorher bezahlen was dazu führen kann, dass der Tank dann nicht voll ist, weil man sich verschätzt hat. Beim Tanken mit Karte hingegen ist zwar eine Summe anzugeben, für den dann bei dem Kreditkarteninstitut eine Anfrage auf „Freigabe“ gestellt wird. Abgebucht wird im Endeffekt der tatsächliche Betrag für’s Tanken.

Die Strecke von Borgarnes nach Hellnar zieht sich ganz schön und es ist stark windig. Das letzte Stück ab Budir fahren wir auf schneebedeckter Fahrbahn; der Pass hinüber nach Olafsvik ist gesperrt, weil zu viel Schnee liegt.

Nach Nach 16 Uhr erreichen wir unser neues Zuhause und der Vermieter kommt auch sofort aus einem Nachbarhaus. Er erklärt uns ein paar Dinge und wünscht uns einen schönen Aufenthalt. Das Haus ist sehr groß und für 4 Erwachsene und zwei Kinder ausgelegt. Die Einrichtung sehr modern und auch gemütlich, trotzdem fanden wir unser Häuschen auf Skinnhufa schöner.

Wir machen noch einen kleinen Ausflug nach Djupalon, gehen aber nur zum „neu“ angelegten Aussichtspunkt weil einen der Wind fast umblöst und fahren dann wieder zurück. Elke macht sich gleich ans Abendessen, heute gibt es Scholle.

Da alles bewölkt ist gehen wir mal schlafen, wachen aber immer wieder von allein auf und werfen einen Blick aus dem Fenster. Es ist fast die ganze Nacht bedeckt. Erst um 4:40 Uhr sind ein paar Sterne und der Mond zu sehen. Ein erster Test mit der Kamera ergibt keine Aurora in Sichtweite. Trotzdem wollen wir es nicht unversucht lassen und ziehen uns an. Wir fahren mit dem Auto ein gutes Stück westlich, aber auch hier hat es viele Wolken und keine Aurora. Auch weiter östlich von Hellnar ist es das Gleiche. Nach gut einer Stunde sind wir zurück und legen uns wieder schlafen.

Weitere Bilder des Tages

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