Eine Winterreise 6. Tag

Wir schlafen natürlich etwas länger, die Sonne scheint als wir frühstücken und dabei entsteht der Plan, wir wollen nachher zu Fuß an der Kirche und dem Hotel vorbei mal kurz zum Hafen. Die Betonung liegt hier auf „kurz“.

Der Hafen kann eigentlich nicht mehr als solcher bezeichnet werden. Aber es hat schöne Basaltsäulen und da die Sonne immer noch vom Himmel lacht, beschließen wir den Pfad durch das Hellnarhraun nach Anarstapi zu laufen.

Die Aussichten sind sehr schön, vor allem auf die Berge über der Bucht. In Arnarstapi angekommen wechselt das Wetter schnell auf Graupelschauer um und der Sturm legt zu.

Wir stellen uns an einem Ferienhaus unter und warten ab. Der Graupel geht in Schnee über und der Wind bläst ohne Unterlass. Da der Weg durch den Hraun bei der schlechten Sicht zu beschwerlich ist, wollen wir an der Strasse zurück. Als wir gerade außerhalb des Ortes sind beginnt ein eisiger Sturm und weht uns die Eiskristalle erbarmungslos ins Gesicht. Wir müssen über einen kleinen Pass hoch, was ganz schön anstrengend ist bei dem Gegenwind.

Oben angekommen lässt der Wind nach und die Sonne scheint wieder. Um nicht den Umweg über die Straße nehmen zu müssen, gehen wir von dort querfeldein durch den Schnee und erreichen glücklich und müde unser Haus. Das eben mal „kurz zum Hafen“ waren gesamt 6 Kilometer bei teils widrigem Wetter und ein Ausflug von 2,5 Stunden.

Es gibt erst mal einen Tee und dann was zu essen. Den Nachmittag verbringen wir dann mit ausruhen und schlafen. Das Wetter bietet alle Varianten; Schneestrum und Sonnenschein wechseln sich ab.

Am späten Nachmittag sind die Wolken größtenteils gen Osten gezogen und wir fahren zum Djupalonsandur. Die Brandung ist enorm und wir fotografieren und filmen eine ganze Zeit lang am schwarzen Kieselstrand.

Djupalonssandur Brandung from Andy on Vimeo.

Als es uns zu kalt wird fahren wir wieder heim. Elke macht heute ein Pferdefilet mit Rotkraut, dazu gibt es Pommes. Die Aurora-Vorhersage war für den Abend ganz gut, wurde aber am Nachmittag wieder von einer 3 auf 0 korrigiert. Mal sehen ob es wolkenfrei bleibt und es vielleicht doch was zu sehen gibt. Den Abend lassen wir mit Lesen bei Kerzenschein in den Fenstern und Musik aus dem Radio ausklingen; der Sturm hat wieder zugenommen und der Wind fegt unentwegt um das Haus.

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