Eine Winterreise 7. Tag

Ich bin in der Nacht immer wieder aufgestanden und habe ein Testfoto aus dem Fenster gemacht, aber es war nichts auf dem Display zu sehen.

Am Morgen scheint die Sonne. Nach dem Frühstück brechen wir auf nach Hellisandur und es beginnt wieder zu schneien. Es ist auch richtig kalt geworden, wir haben -5° und Wind, das fühlt sich mindestens doppelt so kalt an.

In Olafsvik ist alles verschneit, so habe ich mir Island vorgestellt. Wir kaufen in der Bakkari ein paar Bola (Brötchen) und ein Kleina (Schmalzgebäck).

In Grundarfördur ist es ähnlich verschneit und es schneit auch weiterhin. Der Kirkjufell ist leider deswegen auch kein gutes Motiv und Ebbe hat es dazu. Wir machen oberhalb von Grundarfördur mittag.

Die Landschaft ist auf dieser Seite von Snaefelsnes viel winterlicher und schöner. In Stykkisholmur ist der Campingplatz ganz unter Eis, natürlich campt jetzt keiner, wo wir vor ein paar Jahren im Sommer gezeltet haben. Wir stellen das Auto am Hafen ab und gehen um das Hafenbecken.

Dann trinken wir noch einen Kaffee und sehen uns in dem angeschlossenen Laden Bildbände an. Bevor wir den Ort wieder verlassen, tanken wir noch. Ich gebe mal am Automat 10.000 ISK ein und bringe aber nur für 7200 ISK. Diesel in den Tank, mal sehen wieviel dann abgerechnet wird.

Über die 56 geht es bei Sonnenschein und nahezu schneefreier Straße über die Berge zurück auf die Südseite.

Wir machen nochmal Halt in Budir bei der Kirche. Dort finde ich in den Dünen eine rote Fischerboje; die wäre ein schönes Mitbringsel, ist aber zu schwer, also bleibt sie hier. Was noch hier bleibt, ist die Gegenlichtblende von Elke, das wissen wir aber jetzt noch nicht. Als ich an der letzten Anhöhe vor Arnastapi halte und ein Bild machen möchte fällt die fehlende Blende auf. Wir drehen nochmal um und finden das Teil dann auch bald im Schnee.

Zurück im Haus, macht sich Elke schon mal ans Abendessen, heute gibt es nochmal ein Stück Pferdefilet. Das Wetter ist super schön und es verspricht ein guter Sonnenuntergang zu werden. Während des Essens gehe ich dann auch mal kurz raus zum fotografieren. Die Sonne geht aber hier so langsam unter, dass ich noch in Ruhe weiter essen kann um danach nochmal für Timelapse Aufnahmen raus zu gehen. Der Wind ist aber so eisig kalt, dass man es kaum aushält. Trotzdem bleibe ich eine Stunde und bearbeite die Bilder gleich im Anschluss (bei einem warmen Fußbad und einem Scotch).

Es ist noch nicht lange dunkel und ich werfe immer wieder mal einen Kontrollblick in den nördlichen Himmel, als ich eine Aurora sehe. Wir packen sofort die Fotos und Stative und legen los. Der Mond steigt eben auch ganz rot aus dem Meer auf, leider sind die Fotos davon nicht sonderlich gut geworden. Ich weiß gar nicht mit welcher Einstellung sich der Mond am besten fotografieren lässt. Die Aurora ist jetzt auch viel wichtiger. Da sich im Nachbarhaus nichts rührt klopfe ich mal fest an die Tür und teile mit, dass es was zu sehen gibt. Die Lichter hielten aber nicht lange an und so sind wir wieder nach einer halben Stunde wieder in die warme Stube verschwunden.

Weitere Bilder des Tages

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