Namibia – Am Ende der Regenzeit

Es ist ein kalter und regnerischer Karfreitag, fast typisch für diesen Tag und doch ist etwas Besonderes an diesem Tag: Unsere erste Reise nach Afrika steht bevor.

Wir frühstücken gemütlich und verbringen den Vormittag damit, unsere Wohnung auf Vordermann zu bringen. Um halb zwei werden wir von unserem Chauffeur abgeholt und am Bahnhof in Augsburg gleich wieder abgesetzt. Der ICE, der uns nach Frankfurt bringen soll, fährt auch schon nach wenigen Minuten ein und wir suchen uns zwischen den zahlreich reservierten Sitzen noch zwei für uns und machen es uns gemütlich, so gut es halt geht. Eigentlich würden wir etwas schlafen wollen, aber die Geräuschkulisse und die Leute die hinter uns sitzen und ständig an unserem Sitz wackeln lassen das nicht zu.

Nach guten 3 Stunden dürfen wir den Zug verlassen und schaffen dies auch „unfallfrei“. Das nächste Ziel ist die DB Lounge, wo wir noch einen Kaffee trinken. Mit einem Shuttle Bus geht es für uns erstmals zum Terminal 2 und wir sind positiv überrascht. Andy möchte hier noch was essen; die Auswahl fällt dann ungewöhnlich auf McD. Vom Eßbereich hat man einen schönen Blick auf die Landebahn.

Wir sehen uns noch im Duty Free um und werden auch gleich fachmännisch über Whiskey beraten und dürfen zwei SIngle Malts probieren. Wir erstehen einen 15 Jahre alten Dalmore Single Malt. Die Security geht flott vonstatten, es ist im übrigen in diesem Terminal alles sehr ruhig und stressfrei, genau so wir es aus München kennen. So brauchen wir auch gar nicht mehr lange warten bis zum Boarding aufgerufen wird.

Der Sitzplatzabstand in der Air Namibia ist in der Holzklasse sehr eng und wir sind gespannt, wie es uns nach 10 Stunden damit geht. Wir haben zwar Sitze am Fenster; von dort hat man jedoch einen sehr schlechten Blick auf den Monitor. Da es ein reiner Nachtflug wird, ist dies aber wohl kein Problem und das Filmangebot ist absolut nicht interessant. Gleich nach dem Start gibt es Getränke, auch alkoholische, und so teste ich gleich mal ein namibisches Bier. Zum Essen gibt es wahlweise Rind, Huhn oder Fisch, als wir jedoch an der Reihe sind, gibt es nur noch Fisch. Der Originalton der Stewardess, „What would you like to eat? There is only fish“. Auf Nachfrage eines Mitreisenden, um welchen Fisch es sich denn handelt sagt sie, sie könne den Namen nicht mal aussprechen; wie wir aber kurz darauf erfahren ist es Pangasius. Elke ist nach zwei Bissen wenig angetan von diesem Menue; man kann’s essen, wenn man sehr hungrig ist.

Nach dem Essen wechselt Andy auf zwei freie Plätze ein paar Reihen weiter hinten und so hat jeder 2 Sitze, um die Nacht zu überstehen. Das gelingt auch ganz gut, natürlich kann keiner von uns den restlichen Flug durchschlafen, aber ein paar Nickerchen in Etappen sind möglich. Aus dem Fenster ist nur Dunkelheit zu sehen und über Zentralafrika ein Gewitter, sowie seltsame Lichterscheinungen am Boden. Die haben wohl etwas mit dem Vollmond zu tun, der sich auf Wasser spiegelt.

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