Northwest Camper Tour 2. Tag

Natürlich sind wir beide lange vor 6 Uhr wach. Draußen war sehr lange Lärm auf der Straße, da einige Nightclubs in der Nähe sind. Wir duschen und machen uns abreisebereit, müssen aber noch bis 6:30 Uhr aufs Frühstück warten. Das macht Elke mit Stricken, ich zappe durchs Fernsehprogramm.

Das Frühstücksbuffet im angrenzenden Irish Pub entpuppt sich als recht üppig und gut. So starten wir gut gestärkt in den Tag. Nach einem Anruf bei Go-West, unserem Vermieter, erfahren wir, dass wir leider erst um 11:30 Uhr abgeholt werden. Wir müssen die Zeit also überbrücken. Es regnet schon seit dem Morgen, trotzdem fällt uns nichts besseres ein, als raus zu gehen und nochmal zu Fuß durch die Stadt zu laufen.

Der kurze Abstecher nach Chinatown ist zwar ganz nett, aber die Geschäfte öffnen erst um 10:30 Uhr und dann ist es doch etwas fad. Am Hafen ist ein Food Court und dort nehmen wir uns ein Mittagessen mit ins Hotel. Elke kauft ihren teuersten Salat aller Zeiten, nach dem Wiegen kostet der 17$, ich nehme mir ein Sandwich von Subway mit.

Um 11 sind wir wieder im Hotel, checken aus und essen in der Lobby. Nach einer Stunde kommt auch endlich unser Shuttle, ich habe nochmal beim Vermieter angerufen, ob die uns vergessen haben.

Die Fahrt geht mit einem Taxi lange durch Vororte, bis wir endlich bei Go-West ankommen. Dort empfängt uns ein sächsisch sprechendes Paar und wir müssen nochmal warten bis wir unser Zuhause für die nächsten 3 Wochen bekommen. Gebucht haben wir einen Mercedes Sprinter. Zum einen weil wir nur ein kleines Womo wollen und zum anderen wegen dem Diesel Motor. Was wir bekommen ist allerdings das größte Modell, das es von Mercedes gibt. Das haben wir uns so nicht vor gestellt, aber gut es wird schon gehen. Nachdem man uns fast alles erklärt hat, auf einige Fragen bekommen wir nämlich keine oder nur eine unzureichende Antwort und der Vertrag paletti ist, fahren wir endlich gegen 14:00 Uhr los.

Da wir uns auch gleich verfahren, bemühen wir mal das eingebaute Navi und lassen uns direkt nach Bellingham zum AAA lotsen. Das Wetter ist schlecht, es regnet immer noch und es hat starken Verkehr. An der Grenze läuft alles glatt, wir müssen natürlich ins Gebäude ein paar Fragen beantworten und dürfen 12$ zahlen, dann sind wir in den USA.

Beim AAA bekommen wir neue Karten, sowie die gewünschten Tourbooks. Camp Books gibt es leider keine mehr vom AAA. In Mt. Vernon gehen wir im Fred Meyer einkaufen und lassen gleich mal 160 $ dort. Danach gehen wir im Panda Express essen, was aber leider nicht so gut war wie erwartet, da viele Gerichte nicht mehr ganz frisch waren. Beim Wal-Mart neben an gehen wir noch weitere Dinge kaufen. Hier ist wirklich vieles günstiger, wie wir wieder mal sehen. Eigentlich wollte ich hier eine Straight Talk SIM Karte kaufen, aber leider gibt es die nicht im Laden, sondern nur online, also wird erst mal nichts mit mobilen Internet.

Auf dem Parkplatz fahren wir dann in eine Ecke und stellen den Sprinter ab. Wir räumen noch unsere beiden Taschen aus und machen uns zurecht für die Nacht. Die Ausstattung lässt aber doch zu wünschen übrig, es ist zwar alles da, aber die Sache mit Bett und Tisch ist alles andere als optimal, da man fürs Bett die Tischplatte braucht. Das hab ich mir auch anders vorgestellt, der Platz für ein Bett ist ja vorhanden, trotzdem ist eines zum umklappen da. Der Innenausbau ist einfach nicht clever und intelligent gelöst, wir haben uns in letzter Zeit mit so einem Kastenwohnmobil beschäftigt und wirklich gute Lösungen gesehen, die sogar in ein viel kleineres Auto passen, aber dazu später mehr. Wir wollen jetzt endlich schlafen.

Gefahren: 129 km
Übernachtung: Mt. Vernon, Wal-Mart

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