Washgon Trails 10. Tag

Wir stehen erst kurz vor 8 Uhr auf und frühstücken gemeinsam mit Sönke und Nele. Belle ist bereits zur Arbeit, wir konnten uns leider nicht mehr verabschieden. Wie soll unsere Tour weiter gehen? Geplant war erst mal noch nichts, allerdings hatten wir uns schon auf ein paar Tage an der Küste eingestellt. Ein Blick in den Weather Channel online reicht und wir sehen, dass wir da sehr wahrscheinlich naß werden. Auch in Portland soll es wieder regnen und Sönke meint, dass der Sommer damit vorbei sei. Im Landesinneren ist es noch einige Tage gut, bis der Regen sich dann von der Küstenregion und Portland dahin verzieht. Also werden wir die Interstate am Columbia River wieder hoch fahren und das John Day Monument ansteuern.

Erst mal müssen wir aber unseren ganzen Krempel wieder ins Auto schaffen und das so sortiert, dass wir es wieder finden. Danach müssen wir uns leider verabschieden, es hat uns gut bei Sönke gefallen, wann das nächste Wiedersehen ist, wissen wir noch nicht, vielleicht nächstes Jahr nach unserer Colorado Tour.
Bevor die Tour fortgesetzt werden kann, gibt uns für aber noch weitere organisatorische Dinge zu erledingen.

Erstens: Ein kurzer Stopp bei New Seasons, um ein Toby´s Lite Jalapeno Spread zu kaufen, im Safeway gab es die ja nicht.
Zweitens: Zu REI nach Clackamas, wir wollen nach einem Ersatzteil für unseren Wasserfilter schauen. Vorher kommt allerdings irgendwie noch zwei A. Wir erinnern uns bei der Herfahrt in Clackamas ein AAA Office gesehen zu haben und dank Google finden wir auch das und holen uns noch County Maps von eastern Oregon. Nebenan ist gleich ein Starbucks, also Punkt zwei B. Coffee break und noch kurz ins Internet. So jetzt aber Zweitens, jetzt schon Punkt C, REI. Leider gibt es das Ersatzteil hier nicht und der Verkäufer meint, wenn wir den Filter bei REI gekauft haben, dann würde er uns einen neuen geben. Ein Check unserer Einkäufe als Member ist leicht, aber leider haben wir den nicht bei REI gekauft, sondern wo anders, genau wissen wir das auch nicht mehr, es muss aber in Denver gewesen sein.
Also nun auf zu Drittens, eine Laundry. Das Wäsche waschen braucht natürlich etwas Zeit und während Elke sich darum kümmert, schreibt Andy schon mal an dem Bericht, der am Wochenende ja nicht geschrieben wurde.
Es ist jetzt schon halb zwei und wir haben Hunger. Punkt Vier, den nächsten Panda Express suchen, auch kein Problem. Es gibt jetzt sogar brown rice, den ich wähle und wir nehmen noch etwas Eis mit und auf zu Fünftens.
Einkaufen für die nächsten Tage. Es soll wieder gegrillt werden, dafür nehmen wir zwei Pakete Angus Steak mit und noch was für den Salat und Getränke.
Sechstens. Voll tanken, auch eine günstige Tankstelle finden wir, dank Internet, allerdings wird die gerade gewartet und will uns kein Benzin geben. Wir werden aber fast zum gleichen Preis nicht weit weg fündig.


Jetzt geht es auf die Interstate 84 nach Osten. Am Nachmittag erreichen wir dann Biggs und biegen nach Süden ab. Es ist wieder warm und sonnig. Die Landschaft ist kahl und gelb, die Felder abgeerntet, einzig die vielen Windräder machen noch was her. Dann sieht es auf einmal nach Regen aus, wir fahren weiter in die Wolken hinein, die laut Wetterbericht gar nicht da sein sollten. Es regnet dann etwas, aber nicht allzuweit weg hat es heftiger geregnet und wir sehen einen schönen Regenbogen.

Leider wissen wir gar nicht wo wir unser Zelt aufschlagen können und bis zum John Day Monument ist es zu weit um noch bei Tageslicht anzukommen. Glücklicherweise erreichen wir kurz vor Sonnenuntergang einen ersten Campground und weil er uns nicht so zusagt, wenige Meilen später einen zweiten. Dort sind wir ganz alleine, aber als wir gerade das Zelt aufbauen, fängt es wieder zu regnen an. Feuer darf man hier nicht machen, obwohl es eine Feuerstelle gibt, aber bei regen macht es eh keinen Spass .
Wir essen kalt im Auto und ärgern uns über das Keyless System, da immer wieder das Licht und der Radio ausgeht. Ziemlich bald legen wir uns dann schlafen. Es hat zu regnen aufgehört und die Sterne sind jetzt zu sehen. Beim fotografieren sehen mich immer wieder Augen aus dem Wald an, es sind Rehe und wir müssen uns nicht fürchten.

Gefahren: 412 mi
Übernachtung: Shelton (John Day) 10$

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